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Fichtelgebirgsautobahn
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niko-odin

Fichtelgebirgsautobahn       

Nordbayericher Kurier vom 5.12.06:
"Straßennetz:
Heiß diskutiert wurde schon immer das Thema Autobahnbau.
Hier lag Oberfranken im Januar 2005 mit einer Straßendichte von 4,1 Kilometern je 100 Quadratkilometern über dem Bayern-Durchschnitt von 3,3.
Auch bei Bundesstraßen bewegt sich Oberfranken mit einer Quote von 11,8 über dem Bayern-Durchschnitt von 9,6.

Endlich einmal ist Oberfranken an der Spitze in Bayern.
Also an den fehlenden Autobahnen oder Bundesstraßen liegt es nicht!
Trotzdem sollten die EU-Mittel dazu verwendet werden, um die schlimmen Ortsdurchfahrten in Bad Berneck und Tröstau zu beseitigen. Die Zustände dort sind untragbar.

Zur Transitautobahn Richtung Osteuropa:
Prag und die tschechischen Industriegebiete sind durch eine Autobahn über den Grenzübergang Waidhaus mit dem Westen angebunden.
Von Eger ist keine Autobahn nach Westen über Schirnding geplant.
Also sind keine großen Veränderungen des Transitverkehrs im Raum Fichtelgebirge zu erwarten, was auch die letzten Zählergebnisse bestätigen.
05.12.2006 14:35
Unternehmer

RE: Fichtelgebirgsautobahn       

Original von niko-odin
Zur Transitautobahn Richtung Osteuropa:
Prag und die tschechischen Industriegebiete sind durch eine Autobahn über den Grenzübergang Waidhaus mit dem Westen angebunden.
Von Eger ist keine Autobahn nach Westen über Schirnding geplant.
Also sind keine großen Veränderungen des Transitverkehrs im Raum Fichtelgebirge zu erwarten, was auch die letzten Zählergebnisse bestätigen.


Bist Du Dir sicher, dass Du dich nicht von einer Interessengruppe "vor den Karren spannen" lässt.

Die von Dir angeführten Argumente wirken auf mich etwas unreflektiert - ich kenne Dich sonst anders.
05.12.2006 17:22
niko-odin

      

Bist Du Dir sicher, dass Du dich nicht von einer Interessengruppe "vor den Karren spannen" lässt.
Die von Dir angeführten Argumente wirken auf mich etwas unreflektiert - ich kenne Dich sonst anders.


Auf welche Äußerung bezieht sich diese Vermutung?

Fakten:

Jahr Kfz täglich davon Lkw Quelle
1993 9.200 1.086 Straßenverkehrszählung 1993
1995 8.700 1.175 Straßenverkehrszählung 1995
2000 6.835 1.243 Straßenverkehrszählung 2000
2004 5.959 1.344 Automat. Dauerzählstelle
2005 5.950 1.431 Automat. Dauerzählstelle

Der Gesamtverkehr auf der B303 heute ist sogar noch niedriger als 1985 – trotz Maut und trotz EU-Osterweiterung! Die Bundesanstalt für Straßenwesen kann Ihnen diese Zahlen bestätigen.

Man sagte, Tschechien baut eine Autobahn von Prag nach Schirnding.
Bitte sehen Sie sich im Internet den tschechischen Verkehrsinvestitionsplan an: http://www.rsd.cz und Seiten darunter . Der Plan ist für jedermann einsehbar. Man kann erkennen, dass weite Teile zwischen Prag und Schirnding 2-spurig bleiben. Hier wird keine durchgehende Autobahn geplant.

Es muß in Oberfranken vorrangig etwas anderes gemacht werden, um die
Wirtschaft anzukurbeln, als Straßen gebaut werden.
Wenn noch Autobahnen in dieser kleinstrukturierten Region gebaut werden, werden erstmal wichtige Naherholungs- und Tourismusgebiete zerstört, so wie in Bad Berneck und Tröstau.
Ob aber wirklich ein Erschließungseffekt eintritt, ist sehr fraglich.

Wenn wirklich einmal der Ost-West-Transit-Verkehr drastisch ansteigen sollte, gibt es immer noch 3 Bundesstraßen, die kreuzungsfrei und 4-spurig ausgebaut werden können, ohne großen Landschaftsverbrauch.
Diese Art der Straßenplanung ist viel mehr den besonderen Umständes des Raumes Fichtelgebirges angepasst.

Ist da etwas unlogisch?
05.12.2006 18:18
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Man sagte, Tschechien baut eine Autobahn von Prag nach Schirnding.
Bitte sehen Sie sich im Internet den tschechischen Verkehrsinvestitionsplan an: http://www.rsd.cz und Seiten darunter . Der Plan ist für jedermann einsehbar. Man kann erkennen, dass weite Teile zwischen Prag und Schirnding 2-spurig bleiben. Hier wird keine durchgehende Autobahn geplant.


Man kann vor allem auch erkennen, das die Strecke "Prag-Schirnding" fast komplett als neue Trasse gebaut wird -- als Schnellstrasse und nicht als Autobahn. Die Umgehung von Karlsbad konnte ich nur nicht erkennen. Aber, dass ist typisch tschechisch.

Von der planerischen Einstufung ist diese Schnellstrasse dem geplanten Autobahnring (besser Schnellstrassenring) um Prag gleichgestellt.

Ob und wo diese Schnellstrasse vier, drei oder zweispurig gebaut wird, kann man aus meiner Sicht aus Internetauftritt nicht erkennen. Selbst wenn die Strasse "nur" so ausgebaut wird wie die alte "B505" auf der heute die A70 Verläuft, hätte man eine taugliche Verbindung nach Prag.


BTW: Die Verbindung Prag-Pribram ist vom Plan her sogar noch eine Ordnung niedriger eingestuft, als eine Schnellstrasse und wird nun als vierspurige Trasse ausgeführt.

Maut wird auf der neuen Strecke Schirnding-Prag auf jeden Fall komplett erhoben werden.

Interessant ist auch, das die tschechische Handelskammer mir die Auskunft gab, dass in der Langfristplanung die Strecke "mindestens" vierstreifig ausgebaut wird. Auf die Sache "Schnellstrasse" oder "Autobahn": Das ist doch typisch dt. Wortklauberei.

Mein Focus liegt eher auf der regionalen Erschließung.

LANG_THREAD_EDITOR

06.12.2006 08:17
niko-odin

Fichtelgebirgsautobahn       

Auf die Sache "Schnellstrasse" oder "Autobahn": Das ist doch typisch dt. Wortklauberei.


Nein!
Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich eine 4+2-spurige Autobahn neu in die Landschaft baue oder vorhandene Straßen 4-spurig und kreuzungsfrei ausbaue.
Letztere wäre die logische Fortsetzung der Schnellstraße aus Tschechien. Und dazu wird von dieser Straße noch der meiste Verkehr von der A93 abgeleitet.
Wir brauchen also keine breitere und aufwendigere Fortführung der Ost-West-Verbindung in Deutschland als in Tschechien.

Wie schon gesagt, die Bundesstraßen B22, B303 und B289 reichen auch in Zukunft aus, die Region Euregio Egrensis incl. Transit anzubinden.

Der Vorteil wäre doch, daß gerade die B303 endlich anwohnerfreundlich ausgebaut werden könnte: vierstreifig, kreuzungsfrei, Tunnel, Einhausungen, Lärmschutzwälle ( wie z.B. in Bischofsgrün bereits begonnen! ).
Eine LKW-Maut für die B303 wäre unerläßlich.
06.12.2006 08:40
Unternehmer

RE: Fichtelgebirgsautobahn       

Original von niko-odin
Auf die Sache "Schnellstrasse" oder "Autobahn": Das ist doch typisch dt. Wortklauberei.


Nein!


Das war die Aussage der tschechischen Handelskammer auf meine Frage,, ob die Strasse von Pomezi nach Prag als Autobahn oder als Schnellstrasse gebaut wird. Für die Tschechen stehen hinter diesen Begriffen völlig andere Bedeutungen, als für die Deutschen.

Fakt ist: Es entsteht eine neue Strasse auf einer neuen Trasse, die Kreuzungsbereinigts ist und vierstreifig ausgebaut ist, oder ausbaufähig ist.

Aus meiner Sicht ist das eine Autobahn..

Original von niko-odin

Wie schon gesagt, die Bundesstraßen B22, B303 und B289 reichen auch in Zukunft aus, die Region Euregio Egrensis incl. Transit anzubinden.


Ich bin Bayreuther und im letzten Jahr 62mal nach Eger gefahren. Die Verbindung über die B 303 ist gefährlich und nicht "wetterfest".

Es ist einfach ein Unterschied, ob man eine Strecke beruflich fährt oder in Feiertagslaune.

Die Euregio Egrensis ist aus meiner Sicht ein gute Möglichkeit für Wachstum für unsere Region und zwischen dieser und uns liegt nun einmal ein dt. Mittelgebirge wie ein Verschlussstein.

Original von niko-odin
Der Vorteil wäre doch, daß gerade die B303 endlich anwohnerfreundlich ausgebaut werden könnte: vierstreifig, kreuzungsfrei, Tunnel, Einhausungen, Lärmschutzwälle ( wie z.B. in Bischofsgrün bereits begonnen! ).


Das bleibt doch einfach Flickschusterei.

Original von niko-odinEine LKW-Maut für die B303 wäre unerläßlich.

Dies sollte man so schnell wie möglich auf den Weg bringen.

Nochmal zu der Transitbelastung: Gibt es auch eine Erfassung der Verkehrszahlen der beiden anderen Bundesstrassen (B22 und B289) für die eine neue Autobahn auch eine erhebliche Entlastung darstellen könnte?
06.12.2006 10:20
niko-odin

      

Ich bin Bayreuther und im letzten Jahr 62mal nach Eger gefahren. Die Verbindung über die B 303 ist gefährlich und nicht "wetterfest".


Die B303 ist doch in Teilen noch die alte "Ostmarkstraße".
Ob sie "gefährlich" ist, weiß ich nicht, ich kenne keine Unfallstatistik.
Und wegen "wetterfest" verweise ich immer auf die um ein vielfaches mehr befahrenen Salzburger Autobahn und dem Irschenberg. Das sind topografisch vergeleichbare Situationen.

Die B22 wird bald kreuzungsfrei sein, wenn der Anschluß an Bayreuth-Süd fertig ist.

zwischen dieser und uns liegt nun einmal ein dt. Mittelgebirge wie ein Verschlussstein.


So ist es! Soll das Gebirge abgerissen werden?
Und ausbaufähige Umfahrungen gibt es bereits.

Das bleibt doch einfach Flickschusterei.


Das sag mal den Anwohnern in Bad Berneck oder Tröstau.
Wenn eine neue Autobahn gebaut wird, entsteht die nächste Flickschusterei. Oder kennst Du eine neue Trasse, die nicht an Wohngebieten vorbeiführt.

Ein Autofahrer möchte doch immer schnelle Straßen haben, bis kurz vor seinem Wohnort, aber nicht in seiner unmittelbaren Nähe.
So ist es doch! Teufel


Gibt es auch eine Erfassung der Verkehrszahlen der beiden anderen Bundesstrassen (B22 und B289) für die eine neue Autobahn auch eine erhebliche Entlastung darstellen könnte?


Ich kenne sie nicht.
Aber wenn Bedarf besteht, können diese beiden Bundesstraßen doch weiter 4-spurig ausgebaut werden.

Man stelle sich bloß vor, parallel zur B22 wird eine Autobahn gebaut.
Keine einzige der genannten Bundesstraßen haben auch nur ansatzweise ein Verkehrsaufkommen, das einen Autobahnbau rechtfertigen würde ( nach Angaben des Straßenverkehrsamtes ).
Macht das Sinn?

Ich habe das Gefühl, daß jetzt die Verkehrsverhältnisse als Grund für die schlechte wirtschaftliche Entwicklung Oberfrankens herhalten müssen.
Das trifft viel eher auf die Bahnanbindung zu.

Auf welchem Niveau und auf welche Art sich der Verkehr in der Zukunft abspielt, kann heute noch niemand sagen.
06.12.2006 11:13
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Die B303 ist doch in Teilen noch die alte "Ostmarkstraße".
Ob sie "gefährlich" ist, weiß ich nicht, ich kenne keine Unfallstatistik.
Und wegen "wetterfest" verweise ich immer auf die um ein vielfaches mehr befahrenen Salzburger Autobahn und dem Irschenberg. Das sind topografisch vergeleichbare Situationen.


Und, der Irschenberg ist eine sechsstreifige Katastrophe bei aufkommenden Schneefall...

Original von niko-odin
Die B22 wird bald kreuzungsfrei sein, wenn der Anschluß an Bayreuth-Süd fertig ist.


Was sicher die Stadt Bayreuth entlasten wird und für mehr Verkehr aus der B22 sorgen. Ob nun Verkehr von der B303 umgeleitet wird, wage ich zu bezweifeln. Die B22 ist zwar schön zu fahren [in den letzten 12 Monaten von mir 72 mal bis Weiden] aber der LKW-Verkehr ist schon grenzwertig, d.h. für mich eine Mehrlast wird sicher den Verkehrsfluss behindern.


Original von niko-odinSo ist es! Soll das Gebirge abgerissen werden?
Und ausbaufähige Umfahrungen gibt es bereits.


Ich bin der Meinung, dass die eine Südumgehung, die auf der Höhe des Kreuzes A9/A70 angeschlossen wird für den Verkehrsfluss besser ist und tendenziell eher eine Entlastung auch für das Stadtgebiet Bayreuth sein wird.

Original von niko-odinDas sag mal den Anwohnern in Bad Berneck oder Tröstau.
Wenn eine neue Autobahn gebaut wird, entsteht die nächste Flickschusterei. Oder kennst Du eine neue Trasse, die nicht an Wohngebieten vorbeiführt.


Der Verkehr, der auf eine modernen Autobahn fährt, wird die Umwelt weniger belasten. Führt die neue Trasse an Wohngebieten vorbei, wird dem bei Planung und Bau doch Rechnung getragen.


Original von niko-odin
Ein Autofahrer möchte doch immer schnelle Straßen haben, bis kurz vor seinem Wohnort, aber nicht in seiner unmittelbaren Nähe.
So ist es doch! Teufel



Klar, daher willst Du auch keine Autobahn bei Weidenberg. Die Tröstauer aber sicher eine Veränderung ihrer Situation. Ich hab schon die A9, damit dürfte ich meinen Beitrag geleistet haben. großes Grinsen

Original von niko-odin
Ich kenne sie nicht.
Aber wenn Bedarf besteht, können diese beiden Bundesstraßen doch weiter 4-spurig ausgebaut werden.

Man stelle sich bloß vor, parallel zur B22 wird eine Autobahn gebaut.
Keine einzige der genannten Bundesstraßen haben auch nur ansatzweise ein Verkehrsaufkommen, das einen Autobahnbau rechtfertigen würde ( nach Angaben des Straßenverkehrsamtes ).
Macht das Sinn?


Aber in der Summe haben die drei Bundestrassen das Volumen mit Sicherheit. Ist es nicht sinnvoll für alle drei Strecken ein Entlastungsstrecke zu bauen???

Original von niko-odinIch habe das Gefühl, daß jetzt die Verkehrsverhältnisse als Grund für die schlechte wirtschaftliche Entwicklung Oberfrankens herhalten müssen.
Das trifft viel eher auf die Bahnanbindung zu.


Nur weil ich bei der Bahnanbindung auch nicht zufrieden bin, will ich aber nicht auf eine bessere Straßenanbindung verzichten.

Original von niko-odinAuf welchem Niveau und auf welche Art sich der Verkehr in der Zukunft abspielt, kann heute noch niemand sagen.


Ich weis nicht was die Zukunft bringt, daher verhindere ich mal ein Projekt.

Auch ein Ansatz.
06.12.2006 13:09
Bayreuther
Foren Gott


4L480

Re: "Ostmarkstraße"       

Original von niko-odin
...
Die B303 ist doch in Teilen noch die alte "Ostmarkstraße".
....


Ist das nicht die B 85 und dann die B 22 durch die Oberpfalz nach Niederbayern?

LANG_THREAD_EDITOR

06.12.2006 13:21 LANG_MEMBERS_USEROFFLINE LANG_MEMBERS_SENDEMAIL LANG_MEMBERS_SEARCH LANG_MEMBERS_BUDDY
niko-odin

      

Aber in der Summe haben die drei Bundestrassen das Volumen mit Sicherheit. Ist es nicht sinnvoll für alle drei Strecken ein Entlastungsstrecke zu bauen???


Ist das Dein Ernst?
Für den Transit könnte man es ja gelten lassen, aber zur Erschließung unserer Region wäre es doch widersprüchlich.
Die B22 soll auch nicht den Verkehr der B303 ableiten.
Die B303 wird schon weiter gebraucht für die Erschließung des hohen und inneren Fichtelgebirges.

Ich meine, daß wir gute Straßenanbindungen haben. Siehe doch meine Angaben zur Straßendichte in Bayern und Oberfranken.
Wer München und den Verkehr dort kennt fühlt sich hier wie im Verkehrsparadies.

Offensichtlich spielen für Dich die Probleme der Anlieger keine Rolle.
So willst Du die Zustände in Bad Berneck und Tröstau so belassen und unvermeidbare Probleme durch einen Neubau z.B. bei der Südvariante einfach so in Kauf nehmen.
Schau Dir bitte die Möglichkeiten der Trassenführung etwas genauer an.
Sollen schöne Wohngebiete und Erhohlungsgebiete geopfert werden, nur weil vielleicht irgendwann der Verkehr zunimmt?
Und diese Zunahme können leicht auf die 3 Bundesstraßen, wenn sie bei Bedarf 4-spurig und kreuzungsfrei ausgebaut werden, ohne großen zusätzlichen Landbedarf aufgeteilt werden.

Ich seh schon, viele Oberfranken klammern sich an jeden Strohhalm, der vielleicht die Wirtschaftssituation verbessern könnte. Dabei vergessen sie, Prioritäten zu setzen und echte Ursachenforschung zu betreiben.
Sie würden auch die wenigen Vorteile, die wir noch haben und nutzen könnten, z.B. naturnahe Wohn- und Freizeitgebiete, Erholungs- und Kurorte, ideale Region für Rentner ( ich kann das beurteilen smile )aufs Spiel setzen.
Und das nur für eine sehr vage Vermutung.

Ich weis nicht was die Zukunft bringt, daher verhindere ich mal ein Projekt.


Oder, ich weiß nicht was die Zukunft bringt, daher zerstöre ich mal eine Landschaft.

Ist das nicht die B 85 und dann die B 22 durch die Oberpfalz nach Niederbayern?


Meines Wissens nach ist es bei uns die B303, dann vielleicht die B22.

LANG_THREAD_EDITOR

06.12.2006 18:57
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Ist das Dein Ernst?
Für den Transit könnte man es ja gelten lassen, aber zur Erschließung unserer Region wäre es doch widersprüchlich.
Die B22 soll auch nicht den Verkehr der B303 ableiten.
Die B303 wird schon weiter gebraucht für die Erschließung des hohen und inneren Fichtelgebirges.


Eben. Und wenn der Transitverkehr auf der Autobahn ist, dann kann man di Bundesstrassen wieder vernünftig für den Regionalen Verkehr nutzen.

Original von niko-odin
Ich meine, daß wir gute Straßenanbindungen haben. Siehe doch meine Angaben zur Straßendichte in Bayern und Oberfranken.
Wer München und den Verkehr dort kennt fühlt sich hier wie im Verkehrsparadies.


Ich kann mit den Zahlen nichts anfangen. Hinter diesen Durchschnittszahlen können alle möglichen Indizien stehen. Auf der anderen Seit musste ich lesen, dass wir in Oberfranken-Ost die höchste Baumdichte in Bayern haben - wiegt sich das nicht auf?

Original von niko-odinOffensichtlich spielen für Dich die Probleme der Anlieger keine Rolle.
So willst Du die Zustände in Bad Berneck und Tröstau so belassen und unvermeidbare Probleme durch einen Neubau z.B. bei der Südvariante einfach so in Kauf nehmen.


Es wird weniger Verkehr über die B 303 fliessen und damit Bad Berneck entlastet. Ich wäre die um einen Link zu der aktuellen Trassenalternativen dankbar.

Original von niko-odinIch seh schon, viele Oberfranken klammern sich an jeden Strohhalm, der vielleicht die Wirtschaftssituation verbessern könnte. Dabei vergessen sie, Prioritäten zu setzen und echte Ursachenforschung zu betreiben..


Das íst eine sehr vage Vermutung.


Original von niko-odin
Oder, ich weiß nicht was die Zukunft bringt, daher zerstöre ich mal eine Landschaft


Wir sprechen hier von einer Autobahn und nicht von einer Uranmiene im Tageabbau. Sicher stellt das einen Eingrif in die Natur da - schaut man sich aber moderne Autobahnen wie die A 81 an, so kann man das bestimmt umweltverträglich lösen.

LANG_THREAD_EDITOR

06.12.2006 20:29
niko-odin

      

Es wird weniger Verkehr über die B 303 fliessen und damit Bad Berneck entlastet. Ich wäre die um einen Link zu der aktuellen Trassenalternativen dankbar.


Also dieser Satz stimmt hinten und vorne nicht.
1. Es wird behauptet, der Verkehr nimmt zu und die B303 wird ja für die Erschließung des Fichtelgebirges gebraucht, z.B. Tourismus und lokaler LKW-Verkehr ( Steinindustrie!!! )
2. Selbst wenn wirklich etwas weniger Fahrzeuge unterwegs wären, was ändert dies an der Lärmbelastung? Es brauchen nur wenige Fahrzeuge fahren, um z.B. die Tages- und Nachtruhe zu stören.
Deshalb ist diesen Anwohnern erst dann geholfen, wenn der Verkehr im Tunnel oder in einer Einhausung stattfindet.
Die Lainecker an der Autobahn erzählen mir, daß sie von der A9 nichts hören! Das ist Lärmschutz.

Alternative Trassen gibt es noch nicht. Zur Zeit läuft die Empfindlichkeitsstudie.



Sicher stellt das einen Eingrif in die Natur da - schaut man sich aber moderne Autobahnen wie die A 81 an, so kann man das bestimmt umweltverträglich lösen.


So pauschal würde ich es nicht sagen.
Es kommt schon auch etwas auf die örtlichen Gegebenheiten an, wie umweltverträglich eine Autobahn gebaut werden kann.
Eine neue Autobahn verschlingt Landfläche in einer Breite von fast 1000 m.
Das multipliziere mit der Länge und setze dies ins Verhältnis zu den zur Verfügung stehenden Flächen.
Wir sind nun mal ein klein strukturierter Raum.

Für mich ist es nicht so einfach, wie "mehr Straßen = mehr Wirtschaftswachstum". Durch einen neuen Straßenbau geht js erst einmal etwas verloren, z.B. Fläche, Lebensqualität.
Und eine 4-spurige, kreuzungsfreie Bundesstraße wird mit viel weniger Landverbrauch gebaut als eine neue Autobahn auf neuer Trasse, da die Trasse schon existiert und da die Anschlußpunkte kleiner gebaut werden.
Wir neigen immen zum Größenwahn, natürlich auf Kosten anderer wichtiger Dinge.

Ich bin mir sicher, daß die 3 Bundesstraßen nach Bedarf ausgebaut den aufkommenden Verkehr leicht verkraften können und daß dann Geld dafür da wäre, entscheidende Verbesserungen für die Anwohner vorzusehen.

Ich glaube, wir können mit der Diskussion aufhören, weil ich mich wiederhole, da diese Aspekte nicht zur Sprache kommen.

LANG_THREAD_EDITOR

07.12.2006 13:12
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Also dieser Satz stimmt hinten und vorne nicht.
1. Es wird behauptet, der Verkehr nimmt zu und die B303 wird ja für die Erschließung des Fichtelgebirges gebraucht, z.B. Tourismus und lokaler LKW-Verkehr ( Steinindustrie!!! )


Also was genau stimmt dann an meinem Satz nicht?

Ach ja, ich hätte sauberer formulieren müssen:

Es wird weniger vom bisherigen Verkehr über die B 303 fliessen und damit Bad Berneck so entlastet werden.

Die Steinindustrie fährt unisono nur mit dem modernsten Material und ist klassischer Regionalverkehr. So, wie ich die kenne dürften die mit dem Transport das geringste Problem sein. Der Umwelteffekt dieser Industrie ist ein ganz anderer: Saurer Niederschlag, belastete Luft (und das in einem Luftkurort.)

Ich hoffe, dass der Tourismus zunimmt - wenn ich die bisherigen Konzepte analysiere kann ich daran aber noch nicht glauben. Und wenn ich nun die Fichtelgebirgsstrasse als touristische Strasse begreife - was sie aus meiner Sicht dann nach einen Autobahnbau auf anderer Trasse wäre - dann ist für mich die Einsichtigkeit der Landschaft von der Strasse aus besonders wichtig.

Original von niko-odin
2. Selbst wenn wirklich etwas weniger Fahrzeuge unterwegs wären, was ändert dies an der Lärmbelastung? Es brauchen nur wenige Fahrzeuge fahren, um z.B. die Tages- und Nachtruhe zu stören.


Das liegt in der Perspektive des Anwohners. Man kann ja dann ohne weiteres für Nicht-LKW Nachtfahrverbote oder Wochenendfahrverbote durchsetzen. Und den "Nichtregionalverkehr" mit Regelungen komplett verbannen.

Original von niko-odin
Deshalb ist diesen Anwohnern erst dann geholfen, wenn der Verkehr im Tunnel oder in einer Einhausung stattfindet.
Die Lainecker an der Autobahn erzählen mir, daß sie von der A9 nichts hören! Das ist Lärmschutz.


Aber nicht umbedingt Umweltschutz - vor allem wenn man so ein Konzept auf das Fichtelgebirge anwendet. Neben den Lärm- geht es mir vor allem auch um die Abgasemissionen - und die liegen bei einer Strecke, die man gleichmäßig fahren kann und weniger extreme Steigungen hat deutlich niedriger.


Original von niko-odin

Alternative Trassen gibt es noch nicht. Zur Zeit läuft die Empfindlichkeitsstudie.


Mal sehen, was dabei herauskommt. Die bisherigen Trassen haben mir alle nicht gefallen. Eine Südumfahrung des Fichtelgebirges mit direkten Anschluss an die A 70 ist mein Favourit.

Es kommt wirklich auf eine gute Planung an.

Original von niko-odin
Wir neigen immen zum Größenwahn, natürlich auf Kosten anderer wichtiger Dinge.


Wir neigen aber auch dazu Dinge schlecht zu reden und weigern uns ihren Nutzen zu erkennen, obwohl wir von den Perspektiven unserer Region tiefere Kenntnis haben.

Von Wachstum will ich gar nicht reden. Oft geht es darum einfach nur den Abwärtstrend zu verlangsamen.


Original von niko-odin
Ich bin mir sicher, daß die 3 Bundesstraßen nach Bedarf ausgebaut den aufkommenden Verkehr leicht verkraften können und daß dann Geld dafür da wäre, entscheidende Verbesserungen für die Anwohner vorzusehen.


Ich bin mir sicher, dass die Fichtelgebirgsautobahn eine große Chance für die Erschließung der Region bedeuten kann. Wenn man sich - wie ich - fast täglich mit Standortentscheidungen beschäftigen muss, bekommt man ein gutes Gefühl von der Wichtigkeit eines nahen Anschlusses an das Bundesautobahnnetzes. Für mich ist entscheidend, das die Trasse vernünftig geplant und gebaut wird unter dem Focus der Umwelterhaltung.

Original von niko-odinIch glaube, wir können mit der Diskussion aufhören, weil ich mich wiederhole, da diese Aspekte nicht zur Sprache kommen.


Du willst so schnell aufgeben?
07.12.2006 15:27
niko-odin

      

Du willst so schnell aufgeben?


Natürlich nicht, aber wir drehen uns hier im Kreise.

Und Deine Argumente sind im Einzelnen zwar einsichtig und nachvollziehbar, lassen aber einen Gesamtüberblick vermissen.
Es heißt immer nur: Wir brauchen eine Autobahn, weil damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Damit ist Deine Kreativität erschöpft.

Neben den Lärm- geht es mir vor allem auch um die Abgasemissionen - und die liegen bei einer Strecke, die man gleichmäßig fahren kann und weniger extreme Steigungen hat deutlich niedriger.


Also alle Straßen begradigen aus Umweltschutzgründen!
Das ist so ein Beispiel:
Das ist zwar richtig, daß die Emissionen bei gleichmäßiger Fahrt ein klein wenig niedriger sind, aber andere Faktoren spielen eine viel größere Rolle.
z.B. Anzahl der Fahrzeuge, Verteilung des Verkehrs.
Wer Straßen baut wird Verkehr ( und Emissionen ) ernten!
Damit ist der Transitverkehr gemeint, der uns nur Arbeitsplätze für Tankstellen und Reinigungspersonal bringen wird.
Und das Fichtelgebirge ist ein denkbar schlechterOrt für den Transitverkehr.
Zur regionalen wirtschaftlichen Erschließung sind die drei ( anwohnerfreundlich ausgebauten ) Bundesstraßen viel effektiver und den Bedingungen angepasster.

Ich rede die Dinge auch nicht schlechter, wenn ich eine differenziertere Lösung vertrete.
Und eine Straße kann nie unter "dem Focus der Umwelterhaltung" gebaut werden.

Aber wie gesagt, ich wiederhole mich!
07.12.2006 16:08
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Und Deine Argumente sind im Einzelnen zwar einsichtig und nachvollziehbar, lassen aber einen Gesamtüberblick vermissen.


Aus meiner Sicht sind einige Deiner Argumente sehr leicht, bei kritischer Hinterfragung zu widerlegen. Den Gesamtüberblick - der gerade bei vielen Diskussionen wirklich Deine Stärke ist, fehlt mir bei Deine Argumentation.

Original von niko-odin
Es heißt immer nur: Wir brauchen eine Autobahn, weil damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Damit ist Deine Kreativität erschöpft.


Natürlich soll eine Autobahn eine wirtschaflichen Nutzen haben und diesen hat sie auf mehrere Arten. Eine ist die bessere Erschließung der Region.

Aber diese Autobahn stellt für mich eine deutliche Entlastungsmöglichkeit der bestehenden Bundesstrassen da. Und im Gesamtwirtschaftlichen Effekt sogar eine deutliche Emmessionsreduzierung (Gesamtüberblick) und Kostensenkung.

Deine Kreativität beschränkt sich auf die Autobahnvermeidung.

Original von niko-odinAlso alle Straßen begradigen aus Umweltschutzgründen!
Das ist so ein Beispiel:
Das ist zwar richtig, daß die Emissionen bei gleichmäßiger Fahrt ein klein wenig niedriger sind, aber andere Faktoren spielen eine viel größere Rolle.
z.B. Anzahl der Fahrzeuge, Verteilung des Verkehrs.
Wer Straßen baut wird Verkehr ( und Emissionen ) ernten!
Damit ist der Transitverkehr gemeint.


In der Regel ist Verkehr bedarfsorientiert: Es wird eine Transportaufgabe gelöst. Durch eine Kostensenkung, die aufgrund einer neuen Trassenführung entsteht, kann natürlich mehr Verkehr entstehen. Ansonsten ist es nur eine Verteilungthematik.

Du argumentierst hier den St. Florian rauf und runter.

Gerade, wenn ich an den LKW-Verkehr denke, ist die "gleichmäßige Fahrt" für die Emmissionen die beste Möglichkeit zu Reduktion.

Original von niko-odin
Zur regionalen wirtschaftlichen Erschließung sind die drei ( anwohnerfreundlich ausgebauten ) Bundesstraßen viel effektiver und den Bedingungen angepasster.


Ich will die Anwohner dadurch entlasten, dass der Transitverkehr über eine neue Trasse geführt und für diese soll auch der Emmisionschutz nach den heutigen Bestimmungen die Anwendung finden. (Worum bei bestehenden Strassen mangels Rechtsanspruch sehr hart gekämpft werden müsste und die Finanzierung daher auch sehr schwierig [eigentlich: unmöglich] ist)

Original von niko-odinUnd eine Straße kann nie unter "dem Focus der Umwelterhaltung" gebaut werden.


Wenn ich bei der Trassenführung darauf achte, den Eingriff in die Umwelt so gering wie möglich zu halten, dann baue ich sie unter dem Focus der Umwelterhaltung.
08.12.2006 14:06
niko-odin

      

Deine Kreativität beschränkt sich auf die Autobahnvermeidung.


Ganz genau!!!
Autobahnbau ist doch nichts Positives an sich!
( Außer daß zeitweise Arbeisplätze im Tiefbaugewerbe entstehen. )

Du argumentierst hier den St. Florian rauf und runter.


Nicht ganz!
Ich möchte die derzeitigen schlimmen Zustände an manchen Stellen der Bundesstraße B303 für die Anwohner verbessern,
vielleicht die letzte Chance für sie.
Daß das mehr ist, als wenn ich den Verkehr nur etwas reduziere, ist sicher.
Ich meine, daß dieser Aspekt überhaupt noch nicht angekommen ist. böse

Wenn ich bei der Trassenführung darauf achte, den Eingriff in die Umwelt so gering wie möglich zu halten, dann baue ich sie unter dem Focus der Umwelterhaltung.


Falsch!
man baut sie höchstens unter dem Focus einer möglichst geringen Umweltzerstörung, oder etwa nicht? Augenzwinkern
08.12.2006 15:27
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Autobahnbau ist doch nichts Positives an sich!


Äh, wie meinen?

Original von niko-odin
Nicht ganz!
Ich möchte die derzeitigen schlimmen Zustände an manchen Stellen der Bundesstraße B303 für die Anwohner verbessern,
vielleicht die letzte Chance für sie.
Daß das mehr ist, als wenn ich den Verkehr nur etwas reduziere, ist sicher.
Ich meine, daß dieser Aspekt überhaupt noch nicht angekommen ist.


Nimm die einen Klappstuhl und setzt dich an die B303 bei Tröstau. Gehe anschhließend in eine nahgelegene Kneipe und unterbreite Deinen Ausbau 303 Vorschlag [Wichtig: Auto in Fluchtrichtung parken!!!].

Anschließend fährst Du die 303 bitte bis Bad Berneck und wiederhole das ganze noch einmal. (Wie Dein "Doppelstockmodell" bei den Bad Berneckern ankommt, wäre wirklich interessant, die Schadstoffemissionen bekommst Du damit zumindest nicht los [Stichwort: Luftkurort])

Und, wenn Du "mitgeschrieben" hast, was für Fahrzeuge an Dir vorbeigefahren sind, wirst Du bald erkennen welche davon mit einer Umgehungslösung von der 303 leicht zu verbannen wären.

Original von niko-odin
Wenn ich bei der Trassenführung darauf achte, den Eingriff in die Umwelt so gering wie möglich zu halten, dann baue ich sie unter dem Focus der Umwelterhaltung.


Falsch!
man baut sie höchstens unter dem Focus einer möglichst geringen Umweltzerstörung, oder etwa nicht? Augenzwinkern


sophisticus es! cool
08.12.2006 16:38
niko-odin

      

Anschließend fährst Du die 303 bitte bis Bad Berneck und wiederhole das ganze noch einmal. (Wie Dein "Doppelstockmodell" bei den Bad Berneckern ankommt, wäre wirklich interessant, die Schadstoffemissionen bekommst Du damit zumindest nicht los [Stichwort: Luftkurort])


Falsch!
Der Vorschlag einer Umgehung mittels Tunnels stammt aus Bad Berneck und wurde als Königslösung angesehen. Aber es bestand keine Chance der Finanzierung.
Ähnliche gilt auch für Tröstau.

Ich finde es äußerst merkwürdig, daß Du Dich so stark machst für die Reinhaltung der Luft in Bad Berneck und Tröstau.
Andererseits nimmst Du locker in Kauf, daß andere Gemeinden durch einen Autobahnneubau mindest genauso belastet werden.
Kannst Du mir das erklären?


sophisticus es!


Nein, das ist ja genau der Knackpunkt!
Für mich zerstört jeder Neubau einer Autobahn oder Bundesstraße die Umwelt gravierend.
Manchen Neubau muß man akzeptieren, aber immer nur mit Bauchgrimmen.
Aber ein nicht notwendiger Bau ist abzulehnen.

Zeige mir bitte ein einziges Gutachten, das aufgrund des derzeitigen und zu erwartenden Verkehrsaufkommens einen Bau einer neuen Autobahn durch das Fichtelgebirge erforderlich macht.
Es ist nur das Wunschdenken von Verantwortlichen, die sonst keine Ahnung haben oder haben wollen, was wir hier in Oberfranken zur Verbesserung unserer Wirtschaft dringend brauchen.
( Aktionismus IHK Niveau "Lieschen Müller") großes Grinsen

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08.12.2006 21:59
Unternehmer

      

Original von niko-odin
Ich finde es äußerst merkwürdig, daß Du Dich so stark machst für die Reinhaltung der Luft in Bad Berneck und Tröstau.
Andererseits nimmst Du locker in Kauf, daß andere Gemeinden durch einen Autobahnneubau mindest genauso belastet werden.
Kannst Du mir das erklären?


Die Belastung die durch den verlagerten Verkehr auf der Autobahn entseht wird geringer sein als die die dieser bisher auf den Bundesstrassen erzeugt.

Das kommt durch eine andere topographische Trassenführungung und durch eine bessere Gleichmäßigkeit im Verkehrsfluss. Dazu gehört auf so einer neuen Strecke auch eine elektronische Verkehrsregelung und eine vernünftige generelle Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit für PKW´s...

Ich mute anderen Gemeinden also weniger zu als Bad Berneck und Tröstau heute schon haben. Das hat doch etwas von Ausgleich, oder?



Original von niko-odin
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Es ist nur das Wunschdenken von Verantwortlichen, die sonst keine Ahnung haben oder haben wollen, was wir hier in Oberfranken zur Verbesserung unserer Wirtschaft dringend brauchen.
( Aktionismus IHK Niveau "Lieschen Müller") großes Grinsen


Also, wenn ich eine Wunschliste machen müßte, was ich gerne alles für Oberfranken hätte, dann wäre die bessere Fernstrassenostanbindung wahrscheinlich nicht einmal unter den ersten zehn.

Aber: Diese ist zum Greifen nah.
09.12.2006 10:16
niko-odin

      

Die Belastung die durch den verlagerten Verkehr auf der Autobahn entseht wird geringer sein als die die dieser bisher auf den Bundesstrassen erzeugt.


Aber nur, wenn nicht der Ost-West-Transitverkehr angezogen wird.
Du weißt schon, wer Straßen baut, wird Verkehr ernten.
Transtverkehr nützt unserer Region wirtschaftlich so gut wie nichts!
Die Industriegebiete sind um Bayreuth und Kulmbach herum anzusiedeln, und nicht an einer Autobahn durchs Fichtelgebirge.

Übrigens ist bei den Benzin-PKW's die Schadstoffbelastung durch die neuen Motoren, neuen Treibstoff und Katalysator sehr stark zurückgegangen.
Ich habe lange genug die Entwicklung in München erlebt, wo die Belastungen z.B. auf dem Mittleren Ring unvergleichlich höher sind als bei uns und jetzt auch für die Anwohner erträglicher geworden sind.
Das Hauptproblem sind die LKW's. Und diese sollten einfach nicht durch das Fichtelgebirge durchgeführt werden.

Und für eine regionale Erschließung bringt eine einzige Autobahn viel weniger als drei gut ausgebaute Bundesstraßen.

Ich habe immer das Gefühl, daß manche immer noch glauben, wenn der Transitverkehr durch unsere Region fließt, daß wir unter dem Strich davon provitieren. Meine Bilanz sieht da ganz anders aus.

Also, wenn ich eine Wunschliste machen müßte, was ich gerne alles für Oberfranken hätte, dann wäre die bessere Fernstrassenostanbindung wahrscheinlich nicht einmal unter den ersten zehn.


So sehe ich das auch.
Und ich sehe immer noch großes Entwicklungspotential im Ausbau der Bundesstraßen, wenn wirklich der Bedarf gravierend zunehmend würde.
Wir vergeben also keine unwiederbringlichen Chancen, wenn keine neue Autobahn gebaut wird.

Aber: Diese ist zum Greifen nah.


Genau so sehe ich das auch. Aber um die Verhältnisse für unsere Region zu verbessern!
Bad Berneck sollte doch wieder die Chance bekommen, ein anerkanntes und beliebtes Bad zu werden. Dazu muß!! die B303 weg! Also Umfahrung mit Tunnel direkt zun Dreieck Kulmbach.
Fahre doch mal nach Bad Berneck und mach Dir Gedanken, wenn Du Dich über die B303 der Stadt näherst. Hast Du das Gefühl, in ein Heilbad zu fahren?
Auch Tröstau hat doch viel mehr Chancen über den Tourismus. Deshalb Einhausung der Ortsdurchfahrt.

Uns muß doch klar sein, daß für uns der Tourismus, Gesundheitseinrichtungen, Wellness, Altenbetreuung, Rentneraktivitäten etc. eine immer größere Rolle spielen müssen und werden. (Metropolregion!, Fichtelgebirgsbahn).
Und dem darf man doch nicht entgegenarbeiten.

Wollen wir uns der EU opfern oder wollen wir für unsere Region etwas verbessern?
09.12.2006 11:14
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